Team

Projektleitung

@weissshr

Dr. Sabrina Weiß

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin am Religionswissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig

Forschungsschwerpunkte: Religion und Migration, Pluralisierung und Religionskontakt; Jugend und Religion; Religiöse Gegenwartskultur zwischen Europa und Asien; Qualitative Religionsforschung und Hochschuldidaktik in der Religionswissenschaft

Universität Leipzig
Religionswissenschaftliches Institut
Nikolaistr. 6-10, Raum 210
04109 Leipzig
https://www.gkr.uni-leipzig.de/personenprofil/mitarbeiter/dr-sabrina-weiss/

„Wie entstehen religiöse Minderheiten und Mehrheiten und in welchem Verhältnis stehen sie zueinander? Welche Attributionen (religiös, ethnisch, politisch ect.) lassen sich gesellschaftlich unter welchen Bedingungen in diesem Zusammenhang beobachten? Dies sind nur zwei von vielen Fragen, denen das wissenschaftliche Netzwerk nachgehen will. Sowohl der Blick in die Vergangenheit als auch die Beobachtung gegenwärtiger Entwicklungen zeigt, dass die Attributionen ‘Minderheit‘ / ‘Mehrheit‘ – z.B. in der sogenannten Sektendebatte Mitte der 1990er Jahre oder im medialen Umgang mit religiösen Gemeinschaften mit Migrationshintergrund heute – von bestimmten Interessenlagen abhängig ist.“


Projektleitung

© Ulf Plessentin

Dr. Sarah Jahn

Hauptamtliche Dozentin an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW. Sie lehrt in den BA-Studiengängen Polizeivollzugsdienst und Kommunale Verwaltung Interkulturelle Kompetenz, Training sozialer Kompetenzen, Ethik, empirische Sozialforschung und Soziologie.

Forschungsschwerpunkte: Umgang mit religiöser Vielfalt in öffentlichen Einrichtungen (v.a. Strafvollzug, kommunale Verwaltungen); Religion und Recht im 20. und 21. Jh.; Religion in Bildungsbereichen (v.a. Erwachsenenbildung und Lehrwerke); Wissenstransfer und Transdisziplinarität in den Geistes- und Sozialwissenschaften

Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen
Abteilung Gelsenkirchen
Wanner Str. 158-160
45888 Gelsenkirchen

„Der Umgang mit Mehrheiten- und Minderheitenkonstellationen ist gesellschaftlich geprägt. So gibt es je nach Gesellschaft unterschiedlich geprägte mediale Diskurse, politische Verfahren, rechtliche Regularien und individuelle Wahrnehmungsmuster darüber was ‘Religion‘ ist und wie mit ‘Religion‘ in pluralen Gesellschaften umzugehen ist. Im Netzwerk möchte ich mich vor allem damit beschäftigen, welche Konsequenzen institutionelle Wahrnehmungen und Zuschreibungen, bspw. von öffentlichen Einrichtungen wie Polizei und kommunaler Verwaltung, in verschiedenen Mehrheiten- und Minderheitenkonstellationen haben und wie dies mit anderen gesellschaftlichen Diskursen zusammenhängt. Durch die verschiedenen theoretischen und inhaltlichen Perspektiven innerhalb des Netzwerks ist dieser vergleichende Blick erst möglich.“


Mitglied

Dr. Stefan Schröder

Akademischer Rat in der Facheinheit Religionswissenschaft an der Universität Bayreuth

Forschungsschwerpunkte: Säkularität und Nichtreligion; Freigeistige Gruppen und Organisationen; Religionsunterricht und Religionskundedidaktik; Qualitative Methoden der empirischen Religionsforschung

Universität Bayreuth
Facheinheit Religionswissenschaft
Universitätsstr. 30
95447 Bayreuth
https://www.religion.uni-bayreuth.de/de/team/stefan-schroeder/index.php

„Nichtreligiöse Menschen nehmen sich konstellations- und situationsabhängig mal als gegenwärtige oder zukünftige Mehrheit und gesellschaftliche Normalität, mal als non-konforme und sozial wie politisch diskriminierte Minderheit wahr – und inszenieren sich entsprechend. Die diskursive Konstruktion von Minderheiten-Mehrheiten-Konstellationen lässt sich an ihrem Beispiel gewinnbringend untersuchen.“


MITGLIED

@anna_neumaier

Dr. Anna Neumaier

Leitung des Kompetenzzentrums „Digitale religiöse Kommunikation“

Forschungsschwerpunkte: Religion und Neue Medien; Formen gegenwärtiger Religiosität und Säkularisierung; Religiöser Pluralismus und interreligiöser Dialog; Qualitative Religionsforschung

„Immer wieder ist mir in meinen Forschungen zu religiöser Pluralität in Deutschland oder auch christlicher Internetnutzung das Selbstverständnis als religiöse Minderheit begegnet, von den verschiedensten Seiten und mit ganz unterschiedlichen Implikationen. Es erscheint mir vielversprechend, diesen diskursiven Verortungen und ihren religionsbezogenen, aber auch gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen einmal nachzugehen.“


MITGLIED

Dr. Martin Radermacher

Religionswissenschaftler am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum

Forschungsschwerpunkte: Sport, Fitness und Religion; Evangelikalismus in Nordamerika; Religion und Raum/Materialität (Atmosphäre); Religion und Spiritualität der Gegenwart

Ruhr-Universität Bochum CERES Universitätsstr. 90a 44789 Bochum

https://ceres.rub.de/de/personen/martin-radermacher/

„Mehrheiten-Minderheiten-Konstellationen und ihre diskursiven Verhandlungen sind in meiner Forschung immer wieder aufgetaucht – das Netzwerk bietet endlich die Gelegenheit, diesem Phänomen ausführlicher nachzugehen.“


MITGLIED

© RUB, Marquard

@felwert

Prof. Dr. Frederik Elwert

Koordinator für Digital Humanities am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum

Forschungsschwerpunkte: Digital Humanities; Religionssoziologie; Religion und Migration; Netzwerkforschung

Ruhr-Universität Bochum
CERES
Universitätsstr. 90a
44789 Bochum
https://ceres.rub.de/de/personen/frederik-elwert/

„Mehrheiten und Minderheiten sind keine einfache Frage der Statistik. Gerade in Migrationskontexten entstehen Selbst- und Fremdzuschreibungen in komplexen Konstellationen, wenn man etwa an behauptete ’schweigende Mehrheiten‘ oder die berüchtigte ‚Minderheit im eigenen Land‘ denkt. Die Entstehung dieser Positionen – gerade im medialen Diskurs – möchte ich besser verstehen.“